SEO, Hosting und Site-Speed

Geschwindigkeit ist heute mehr denn je Ranking-Kriterium für Websites. Langsame Seiten verärgern User und werden von den Suchmaschinen dafür schlechter gerankt. Deshalb ist es – auch für kleinere Projekte – wichtig zu wissen, worauf beim Hosting zu achten ist.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Hosting:

  • Shared-Hosting
  • Eigener Webserver

Beim Shared-Hosting teilt man sich den Webspace mit anderen, besitzt man einen eigenen Webserver, hat man die ganze Performance für sich.

Vor- und Nachteile beim Shared-Hosting

Der Hauptvorteil beim Shared-Hosting liegt sicher im Preis. Shared-Hosting Accounts sind bereits ab wenigen Euro im Monat zu bekommen und daher für kleinere Webprojekte sehr interessant. Außerdem wird der Server vom Provider administriert und upgedated, so dass man sich darum selbst nicht kümmern muss. Dafür muss man allerdings auch einige Nachteile in Kauf nehmen:

  • Die Leistung des Prozessors wird auf alle Accounts verteilt, die sich auf dem jeweiligen Server befinden. Der einzelne Account bekommt also nur einen kleinen Bruchteil der Leistung des Rechners zur Verfügung gestellt.
  • Die IP-Adresse des Rechners gilt ebenfalls für alle, sich auf dem Rechner befindlichen Accounts. Man teilt diese also mit anderen (unbekannten) Domänen und Websites. Dadurch besteht immer die Gefahr, dass spammige Seiten unter der gleichen IP-Adresse zu finden sind (bad neighborhood). Dadurch kann im Zweifelsfall auch der eigene Account Nachteile erleiden, wenn etwa Suchmaschinen aufgrund der erkannten Spam-Site die ganze IP schlechter ranken.
    Man sollte also von Zeit zu Zeit überprüfen, wer sich alles auf der gleichen IP-Adresse tummelt. Dazu gibt es Tools wie z.B. ewhois.
  • Meist sind aufgrund der Sicherheitsvorgaben beim Shared-Hosting die Serverfunktionen eingeschränkt. Die kann z.B. die Skriptlaufzeiten und die Verwendung eigener Skripte betreffen.

Als Alternative zum Shared-Hosting kann man sich – wie bereits geschrieben – einen eigenen Webserver mieten. Hier sind die Vor- und Nachteile gespiegelt zum Shared-Hosting:

Vor- und Nachteile eines eigenen Webservers

Besitzt man einen eigenen Webserver, so

  • kann die volle Prozessorleistung genutzt werden
  • besitzt man eine individuelle IP-Adresse für seine auf diesem Server gehosteten Projekte
  • kann dieser im Regelfall frei konfiguriert werden, d.h. es gibt bzgl. der Verwendung eigener Skripte, Module, Programmiersprachen, etc. keine Einschränkungen

Allerdings – und das sind die Nachteile –

  • ist ein Webserver im Vergleich zum Shared-Hosting sehr teuer
  • muss möglicherweise (vom Vertrag abhängig) die Serveradministration komplett selbst geleistet werden

Man muss die Wahl der geeigneten Hosting-Variante somit vom Projekt abhängig machen. Werden für ein Projekt zwingend eigene Scripte und eine hohe Performance benötigt, so empfiehlt sich ein eigener Webserver. Geht es um das Hosting einer kleinen Website oder eines Hobby-Shops, so ist ein Shared-Hosting Account sicher ausreichend.

Eine Auswahl an Webhostern in Deutschland finden Sie z.B. im Open Directory Project in der entsprechenden Kategorie Webhosting.

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